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Wanderung um Lontzen

Abwechslungsreich war die  Wanderung um die belgische Gemeinde Lontzen: Passagen mit Fernsichten wechselten sich mit schattigen, tief eingeschnittenen Hohlwegen ab.
Weg am Feldrain.
Weg am Feldrain.
Und immer wieder trafen wir auf Gutshöfe und Wohnhäuser aus Bruchstein mit ihren typischen kleinen Fenstern mit Blausteinfassung.  inspiriert von einem Artikel aus der Aachener Zeitung begaben wir uns auf diese kleine Wanderung für die wir um die drei Stunden benötigten.
Fernsicht in der Nähe von Lohntzen
Fernsicht in der Nähe von Lontzen

Mittelalter zum Anfassen

Locronan wird, so hatte ich den Eindruck in jedem Touristenbüro in Finistere als Ausflugsziel empfohlen. Meiner Meinung nach völlig zu Recht. Es scheint, als ob der kleine Ort mittels einer Zeitmaschine aus dem Mittelalter in die Gegenwart katapultiert worden ist. Das Städtchen lebt augenscheinlich überwiegend vom Tourismus, denn in den schmucken Häusern sind überwiegend Souvenirgeschäfte, Werkstätten von Kunsthandwerkern und Restaurants untergebracht. thumb_DSCF7181_1024 Besonders malerisch ist der zentral gelegene Marktplatz. Das dortige Gebäudeensemble vor der Kirche mit dem mittig gelegenen Brunnen wirkt wie ein Filmset. thumb_DSCF7185_1024Die Kirche,ist dem heiligen Ronan, einen irischen Wanderbischof gewidmet, der in Locronan irgendwann im 6. Jahrhundert verstarb. Gleichnamiger Ronan ist im Seitenschiff der Kirche bestattet. Dieses Grab, das dazugehörige Reliquiar und die die Lebensgeschichte des Heiligen zeigenden Glasfenster aus dem 15. Jahrhundert sind die Highlights der im gotischen Stil gehaltenen Kirche. Locronan ist Autofrei; lediglich verirrt sich hin und wieder ein Streifenwagen ins Ortsinnere. Am Ortseingang befinden sich mehrere Parkplätze, wo eine Parkgebühr von 4,- EUR entrichtet werden muss. Diese Gebühr ist für das jeweilige Kalenderjahr gültig und man erhält deswegen einen Autoscheibenaufkleber. Auch gibt es dort eine Stadtkarte, in der ein Rundwanderweg vorgeschlagen wird. Diesen haben wir genommen und haben für einen Rundgang durch das blumengeschmückte Örtchen und den Besuch der Kirche ca. 2 1/2 Stunden benötigt. Der Besuch von Locronan lohnt sich allein schon wegen des absolut unverfälschten Mittelalter-Look des Städtchens. Der Besuch kann gut mit einem Besuch des Point-du-Raz an einem Tag kombiniert werden.  

Ile de Gavrinis – Besuch in der Jungsteinzeit

Wir besuchten Gavrinis im August 2016. Ein Besuch mit zwei Erwachsenen und zwei Teenagern schlug mit 52,- € zu Buche.

Neben dem Transfer zur Insel Gavrinis, der Besichtigung des Cairns war auch noch eine Bootsumrundung der Nachbarinsel Er Lannic im Preis inbegriffen. Die Preisdifferenz zur normalen Überfahrt und Besichtigung von Gavrinis beträgt nur wenige Euro. In jedem Fall sollte der Besuch vorher gebucht werden. Es wäre fatal, wenn man nach Larmor-Baden anreist und dann keinen Platz auf dem Boot bekommt. Wir buchten am Tag vorher mittels E-Mail, was ohne Probleme von Statten ging. DSCF7064 Die Karten kann man dann in dem Büro am Hafen von Larmor-Baden abholen. Hier befinden sich auch Toiletten, die man auf jeden Fall benutzen sollte, denn weder auf der Insel, noch auf dem Boot befindet sich ein stilles Örtchen. Die Dame im Hafenbüro sprach ein gutes Englisch und stattete uns mit jeder Menge Infomaterial zu Gavrinis in deutscher Sprache aus. DSCF7050 Das Transferboot, bei dem es sich um einen alten, umgebauten Kutter handelte, legte dann auch pünktlich am Ende der Hafenmole an. Das Boarding war relativ zügig abgeschlossen und innerhalb einer Viertelstunde hatten wir die Insel Gavrinis erreicht, wo wir von einer resoluten Fremdenführerin erwartet wurden. Größere Taschen der Besucher wurden nach dem Empfang eingeschlossen und die Fremdenführerin begann mit der Einweisung in die Örtlichkeit, was wirklich sehr fundiert war. Dummerweise geschah dies nur in französischer Sprache, der ich auch bis zu einem gewissen Punkt mächtig bin. Bei der Fülle der Informationen musste ich dann aber irgendwann die Reißleine ziehen, bzw. verstand nur noch Bahnhof. im-inneren-des-grabgangs Die Fremdenführerin teilte dann die Gruppe in zwei ca. 15 Personen starke Gruppen auf und führte diese nacheinander in den Grabhügel. Der 14 Meter lange Gang endet nach 14 Metern in einer Grabkammer. Interessant und meiner Meinung nach einzigartig sind die Ornamente in den Tragsteinen. Neben Darstellungen von Axtklingen, Pfeil und Bogen, Rinder und Schlangen fällt vor allem die Spiralförmige Ornamentik ins Auge. Die Fremdenführerin wies auf sämtliche Besonderheiten hin, erklärte viel und beantwortete auch viele Fragen, ... leider nur in Französisch. Die eigentliche Besichtigung des Ganggrabs dauerte ca. 20 Minuten. Fotografieren innerhalb des Grabs ist untersagt. Auf der Rückfahrt hielt das Boot noch vor der Insel Er Lannic und es bestand die Möglichkeit die halb versunkene Kreissteinsetzung zu bestaunen. Das ist meiner Meinung nach ein wenig enttäuschend, da man vom Boot aus nicht wirklich die Kreisform der Anlage erkennen kann. Auf dem Luftbild sieht die Anlage dahingegen sehr gut aus und ich war wohl deswegen in einer falschen Erwartungshaltung. Gut gefallen hat uns, dass immer nur ca. 30 Leute gleichzeitig auf Gavrinis sind. Weniger gut finde ich, dass vor Ort keine Führung in anderen Sprachen angeboten wird. Schulfranzösisch bekommt hier nämlich klar seine Grenzen aufgezeigt (Deshalb hier einen Punkt weniger). Den Besuch von Er Lannic kann man sich getrost schenken, da die Anlage wohl nur auf dem Luftbild wirklich gut aussieht.

Pont Aven – Wie aus dem Bilderbuch

Am Ende einer Meeresbucht und im Bereich der Mündung des Flüsschen Aven liegt das malerische Örtchen. Gaugauin entdeckte Pont-Aven im ausgehenden 19. Jahrhundert für sich, weil dieses "kleine preiswerte Loch" die ideale Location für einen Künstler war. thumb_DSCF6981_1024 Der Tradition von Gaugauin und der von ihm begründeten Malerschule haben sich die vielen Galerien im Ort verschrieben. Das gesamte Örtchen war mit Blumen geschmückt und prächtig herausgeputzt. Harbour pont-aven Sehenswert fand ich die Kapelle Trémalo und den malerischen Hafen, der stark Tidenabhängig ist. Absolutes Highlight ist aber meiner Meinung nach das "Chaos d´Áven", ein Wildwasserbereich des Aven mitten im Ortszentrum. Die örtliche Gastronomie ist völlig auf Touristen ausgerichtet und auch dementsprechend teuer. Wir waren Anfang August zufälligerweise zum Blumenfest in Pont-Aven und konnten so an einem Stand auf dem Festplatz Hausgemachte Crêpes für kleines Geld verzehren. Im Ortseingang befindet sich ein Supermarkt. Dahinter befinden sich ausreichend Parkplätze.

Pointe de Raz – Von Elementen umtost

Wir besuchten das Pointe du Raz an einem bewölkten Tag, so dass sich der Andrang von Touristen in Grenzen hielt. Im Eingangsbereich des Kapbereichs befindet sich ein großer Parkplatz und ein Infocenter. Hier befinden sich auch ein paar Cafés, die unvermeidlichen Souvenirgeschäfte und ordentlich dimensionierte Sanitärräume. Die Preise in den Cafeterias sind wirklich gesalzen, weswegen wir auf einen Besuch dieser Restaurationen verzichteten. Die Parkgebühr dagegen hält sich erfreulicherweise in moderaten Grenzen. Führ unseren mehrstündigen Aufenthalt bezahlten wir etwas über sechs Euro. EIn Betrag der völlig in Ordnung geht, da man kein weiteres Eintrittsgeld entrichten muss. DSCF6800 Die Kapspitze erreicht man auf direkten Weg über einen gut ausgebauten Fußweg nach circa 20 Minuten. Wer will kann aber auch Schwindelerregende Pfade am Klippenrand benutzen, wo sich einem Atemberaubende Aussichten bieten. Bis zu 72 Meter stürzen sich die Klippen ins Meer, dessen Brandung sich lautstark am Felsen bricht. Von der Kapspitze hat man einen tollen Ausblick auf die vorgelagerte Ile-de-Sein und zwei dazwischen befindliche Leuchttürme. DSCF6802 Ebenfalls hat man einen guten Panoramablick auf die umliegenden Strände, wo Wellenreiter ihren schönen Sport ausüben. Interessant fand ich auch die große Madonnenstatue an der Kapspitze, die Überreste eines Rundturms am Eingang des Rundwegs und ein davor stehendes altes keltisches Hochkreuz. Das Plateau des Kaps ist mit Heidekraut überwuchert und leuchtet  dementsprechend im Sonnenlicht. DSCF6807 Das Point-du-Raz sollt sich kein Reisender im Bereich Finistere entgehen lassen. Für einen Besuch sollt man schon drei bis vier Stunden veranschlagen.

Zurück in die eigene Vergangenheit

Zweifellos zählt die Sommerbobbahn in Monschau-Rohren zu den Freizeitattraktionen der Eifelregion, die mittlerweile in der dritten Generation besucht werden.
Seit 1977 schlängelt sich nun die ca. 750 Meter lange Edelstahlröhre durch die Eifellandschaft.
  • Alle Jubeljahre kehre ich hierhin zurück. Mein Kinder hatte ich als Alibi dabei und nach wie vor hat die Bahn nichts an Attraktivität verloren.  Irgendwie gelingt es mir auch mittlerweile der Versuchung zu widerstehen ungebremst die Abfahrt zu wagen. Ich denke schon, dass ich Anno 1985 oder 1988 schneller war. Aber damals heilten die Knochen auch noch schneller zusammen und das Gespür für Schmerz war wesentlich geringer ausgeprägt.
Eine weitere Zeitreise war der Besuch des Wildparks Hellental.  Diesen habe ich zuletzt 1983 besucht und hatte an diesen Besuch keine Erinnerung. Vom Besuch war ich dann doch positiv überrascht. Man  bekommt  doch einiges geboten. Die Kinder sind aber mittlerweile schon fast zu groß für den Wildpark. Gut das demnächst ein kleiner Neffe  als Alibi-Kind für die  Besuche der Attraktionen  zur Verfügung steht.  

Mexiko: Erholung in einer Cenote

Nach einem Besuch der Ruinen in Coba besuchten wir die Multum Ha Cenote. Die Eintrittskarte dazu erwarben wir beim Parkwächter in Coba, der uns diese Cenote als "Familientauglich" empfohl. Auch händigte er uns einen Lageplan der Cenote aus. Mit unserem Leihwagen, einen ganz und gar nicht Geländegängigen VW Gol, war die Cenote von Coba aus innerhalb kurzer Zeit erreicht. Überirdisch befand  sich ein zweckmäßiges offenes Duschhaus mit einigen Umkleidekabinen und ein Plumpsklo. Kühle Cut empfing uns beim Einstieg in die Cenote. Die Treppe war gut begehbar. Das Wasser der Cenote war schön klar und erfrischend kühl. Es befanden sich zwei Schwimmeinstiege auf dem unteren Plateau. Schwimmen war wunderbar möglich und herrlich erfrischend. Eine Aufsicht war in der Cenote nicht vorhanden. Mit Ausnahme eines einzelnen Campingstuhls fehlten eindeutig Sitzgelegenheiten im Bereich der Schwimmeinstiege. Wir waren positiv überrascht, dass wir für ca. eine Stunde die einzigsten Besucher waren.  Ein tolles Erlebnis!
Schwimmen in einer Benote ist ein eindrucksvolles Erlebnis.
Schwimmen in einer Cenote ist ein eindrucksvolles Erlebnis.
Cenote, Halbinsel Yucatan, Mexiko
Benote Multum Ha,  Halbinsel Yucatan, Mexiko
 

Besuch der Mayaruinen Coba

Im Bereich der Cobá-Ruinen geht es im Vergleich zu den Ruinen von Chicen Itza eher gemächlich zu. Die Souvenirverkäufer waren weniger aufdringlich und präsent als im Bereich der größeren Attraktionen. Stattdessen boten die Locals einen Fahrradverleih an. Hier ehielt man für schmales Geld ein Mountainbike und konnte mit diesem den Bereich der Ausgrabung, die mitten im Dschungel gelegen ist,  erkunden. Auch war ein Transport zu den Hauptsehenswürdigkeiten mittels Fahrradrikscha möglich. Wir wählten  den Fußweg und nach ca. 20 Minuten erreichten wir die große Pyramide von Coba, die im Gegensatz zu ihren Pendants in Chichen Itza nicht restauriert war, aber bestiegen werden durfte. Die Treppen waren teilweise verfallen und erschweren so den steilen Anstieg. Diesen sollte man mit festen Schuhwerk und auf keinen Fall in der Mittagshitze wagen. Wer unsportlich ist, sollte die Finger vom Aufstieg lassen.
Halbinsel Yucatan, Mexiko
Coba, Halbinsel Yucatan, Mexiko
Simone und Caitlin verzichteten auf den Aufstieg. Für Eileen war dieser aber kein großes Problem und ich hatte meine liebe Not ihr wieder habhaft zu werden. Belohnt wurden wir  mit einem fantastischen Ausblick über den Dschungel und die benachbarten Seen. Beim Auf- und Abstieg kam schon  ein wenig Indiana-Jones Feeling auf. Die anderen Ruinen im Areal waren ebenfalls sehr sehenswert. Hier unter anderem eine kleine Pelota-Arena und diverse Altäre.

Tulum/ Mexiko: Wahnsinns Location

Die Ruinen von Tulum sollte man vor 11:00 Uhr oder am späten Nachmittag besuchen. Gegen 11:00 Uhr kommen dort die Touristenbusse aus Cancun und Playa del Carmen an. Dann wird es ganz schön eng zwischen den Ruinen. Die Ruinen sind gut zugänglich. Von einem großen Parkplatz aus, wo auch die Souvenirgeschäfte sind, gelangt man Fußläufig (ca. 1km) oder mittels eines Sightseeingzugs zum Eingang der Ausgrabung. Die Wege in der Ausgrabungsstätte sind breit und gut angelegt. Dringend sollte man auf eine Kopfbedeckung achten, da die Sonne sehr stark auf das Areal fällt. Maya-Fans werden an den Ruinen ihren Gefallen finden. An den einzelnen Gebäuden sind mehrsprachige (Spanisch/Englisch) Hinweisschilder angebracht, die sehr gut die jeweilige Ruine erklären. Gut gefallen haben mir die Relieffriese an einigen Ruinen, die die Götterwelt der Maya darstellen.
Maya Ruinen in Tulum, Mexiko
Maya Ruinen in Tulum, Mexiko
Highlight ist sicher der von der Ausgrabungsstätte zugängliche Strand. Im Schatten der Maya Tempel kann hier ein Bad in der Karibischen See genommen werden. Der Strand ist allerdings sehr klein und sehr früh am Tag überlaufen. Ein Lifeguard versieht dort seinen Dienst. Umkleiden gibt es dort nicht. Im Bereich des o.a. Parkplatz gibt es allerdings eine Umkleide und Duschen. Das ist aber weit vom Strand entfernt, so daß die Badesachen bereits vorher angezogen sein sollten. Gerade für Familien mit Kindern sehr lohnenswert, da die Kinder sich sehr auf den Strandbesuch freuen und daher mehr Interesse an den Ausgrabungen zeigen. Artikel entspricht meiner TripAdvisor Bewertung.